Gerade Ordnungscoaches sehen oft sehr schnell, was sich verändern liesse. Ein anderer Platz, ein klareres System, weniger Dinge, eine einfachere Struktur. Fachlich ist die Lösung oft naheliegend. Und trotzdem greift sie manchmal nicht.
Warum?
Weil wir nicht nur sehen, was da ist. Wir interpretieren, bewerten und ergänzen ständig – meist ohne es zu bemerken. Eigene Erfahrungen, Vorstellungen von Ordnung und persönliche Lösungsstrategien beeinflussen, was wir wahrnehmen und was wir daraus ableiten.
In dieser Weiterbildung lernen die Teilnehmenden, genauer hinzusehen, vorschnelle Schlussfolgerungen zu erkennen und die eigene Sichtweise bewusst von derjenigen der Kundin zu unterscheiden.
Sie erfahren, wie sie herausfinden, was für ihr Gegenüber tatsächlich wichtig, praktikabel und stimmig ist – statt unbewusst die eigene Vorstellung von Ordnung zum Massstab zu machen.
An konkreten Situationen aus dem Berufsalltag trainieren wir, Beobachtung und Interpretation auseinanderzuhalten, Annahmen zu überprüfen und offen zu bleiben für Lösungen, die vielleicht ganz anders aussehen als die eigene.
Inhalte der Weiterbildung:
Beobachtung und Interpretation bewusst unterscheiden
eigene Wahrnehmungsfilter erkennen
vorschnelle Bewertungen und Annahmen überprüfen
verstehen, warum scheinbar gute Lösungen nicht funktionieren
die Perspektive der Kundin konsequent einbeziehen
Bedürfnisse hinter Verhalten und Entscheidungen besser erkennen
Lösungen entwickeln, die zum Alltag der Kundin passen
professionelle Distanz zur eigenen Vorstellung von „guter Ordnung“ gewinnen
Das Ziel:
Nicht die beste Ordnungslösung zu finden, sondern diejenige, die für diesen Menschen funktioniert.
So entwickelt sich der Blick vom schnellen „Ich weiss, wie man das lösen könnte“ hin zu echter professioneller Begleitung: Nicht deine Ordnung. Ihre Ordnung.